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Die drittletzte Woche Elternzeit

Hallo liebe Leser,normalerweise freut man sich wenn man einen 3-woechigen Urlaub antritt, man hat ja soviel Zeit tolle Sachen zu sehen und Menschen kennen zu lernen und nebenbei Zeit viel zu essen und zu trinken. In der Elternzeit ist das nicht so. Ich beginne die letzen Tage zu zaehlen. Nicht weil ich unbedingt wieder arbeiten will, nein im Gegenteil. Es ist eine Freunde einen kleinen Menschen in den ersten Lebensmonaten zu begleiten, es passiert so viel, und staendig muss man Ablaeufe veraendern und anpassen und es gibt einem soviel wenn man merkt, dass der andere Mensch gluecklich ist und sich auf den naechsten Tag freut. Der andere Grund ist, dass ich weiss, dass ich diese schoene Zeit, ein Baby beim Heranwachsen zu begleiten !wahrscheinlich! nie wieder erleben kann. Wenn man jung ist macht man sich ueber sowas keine Gedanken. Wenn man aelter ist und noch aelter wird, dann muss man von immer mehr schoenen Dingen in seinem Leben Abschied nehmen. Das klingt traurig, ist es auch. Ich habe die letzen Wochen schon mal drueber nachgedacht, was ich auf Arbeit sagen soll, zum Beispiel zu meiner Chefin, wenn die Frage kommt: Na, freust du dich wieder arbeiten zu gehen? Das ist ne Fangfrage, die Antwort muss wohl bedacht sein. Ist sie cool, dann versteht sie wenn ich sage: Natuerlich, ueberhaupt nicht! Ist sie nicht cool, dann muss man wohl eher diplomatisch reagieren: Ja schon, klar, aber es war auch eine wunderbare Zeit. Du hast ja auch Kinder, wie fandest du die Zeit?! Also der erste Satz waere dann sowas wie ne halbe Luege. Naja, aber nicht alle koennen ewig mit Babys zusammensein und manche freuen sich wirklich aufs arbeiten. Wenn ich meinen grossen als Beispiel nehme, dann wuerde mich das echt fordern mit ihm daheim zu bleiben und ich finde die Wochenende am anstrengendsten. Da bin ich froh dass es Kindergarten gibt und das man auf Arbeit mal was anderes sieht. Wenn Merle groesser wird, dann geht mir das bei ihr auch so. Ich bin trotzdem unendlich dankbar fuer die letzten Monate. Aber jetzt mal Schluss mit der Melancholie und zurueck zu meiner Tochter. Die schlaeft zum Glueck gerade und ich kann in Ruhe schreiben, draussen regnet es. Nach nem wunderbaren September beginnt heute die Sturm- und Regenzeit, der Herbst zeigt sein Gesicht. Merle hat ungefaehr eine Woche nach dem ersten auch ihren 2. Zahn bekommen, die anderen stehen noch in der Schlange und warten auf ihren Durchbruch. Es sieht echt lustig aus mit 2 Zaehnen. Auf jeden Fall kann sie jetzt besser essen, sie kaut. Man kann ihr schon essen zubereiten mit groesseren Stueckchen und sie kann auch mal nen Stueck Banane alleine halten und abbeissen. Ihre Motorik verbessert sich zusehend, Tag fuer Tag. Sie ist noch aufmerksamer geworden. Mittlerweile hebt sie auch ihren Hintern an wenn sie auf dem Boden liegt. Es kann jeden Tag soweit sein und sie krabbelt. Rueckwaerts bewegt sie sich schon, indem sie sich mit den Armen nach hinten drueckt, ab und zu haengt sie dann an nem Stuhl, der Couch oder unterm Schrank fest. Da muss man dann mal hingucken und sie hervorziehen. Sitzen klappt noch nicht, aber liegen ist meistens auch keine Option mehr. Sie hat auch schon Lieblingsspielsachen. Alles was quietscht ist klasse, dann kleine Becherchen, an denen sie kauen kann und die man gut halten kann, eine kleine Raube aus Holz, die man ebenfalls gut kauen und halten kann und ein kleines Spielzeug, das aussieht wie der "Heisse Draht". Man kann da kleine Holzbausteine ueber einen Draht zu anderen Seite fuehren. Elektrisch aufgeladen ist der Draht natuerlich nicht. Auch der Ring, eine Rassel, gefaellt ihr super. Mir aber nicht so, denn den schmeisst die durch den Raum und meckert dann wenn sie ihn nicht mehr erreichen kann. Abends, wenn wir Oscar zu Bett bringen liegt sie meistens auf seinem Bett und hat was zu spielen. Eine Taschenlampe funktioniert immer, das Licht findet sie klasse. Und wir haben durch Zufall einen Heliumballon gekauft. Der schwebt dann an der Decke und denn kann man ueber ein Band zu sich ziehen und an ihm rumkneten (wenn er dann etwas Luft verloren hat sinkt er tiefer), dass er tolle Geraeusche macht. Jetzt ist sie aber aufgewacht und ich muss mal nen Blick rueberwerfen, sie spielt sich was, toll. Die Naechte sind sehr durchwachsen. Ich weiss gar nicht wann ich das letzte mal mit meiner Frau oder auch alleine mit meiner Frau in einem Bett gelegen habe. Irgendein Kind liegt immer auch mit drin. Aber irgendwie ist alleine schlafen auch mal ganz schoen. Trotzdem wacht Merle immernoch nachts auf und will viel trinken. Wir versuchen ihr echt viel Brei zu geben, fast vier mal am Tag, aber es reicht trotzdem nicht. Heute war sie fast jede Stunde was, wahrscheinlich hat sie das Rindfleisch noch nicht vertragen. Sie musste staendig pupsen. Ich habe festgestellt, dass Essen auch ne Herausforderung darstellt. Wenn man in Buechern oder im Internet nachschaut, dann findet man viele unterschiedliche Angaben zu dem Thema Essen. Welche Mahlzeiten sollten Milch oder Brei sein und was soll man den Kindern wann geben. Das macht einen verrueckt. Auf jeden Fall merke ich, dass Merle den suessen Fruchtgeschmack mag, deshalb fuell ich den Loeffel oft mir Gemuesebrei und zieh in dann nochmal durch den Obstbrei, da bekommt sie dann alles was sie braucht. Was mir grad einfaellt, ich habe schon lange keine der Muetter mehr getroffen. Babygesang hat wieder angefangen, aber ich hatte noch keine Zeit. Irgendwie verlaeuft sich das gerade. Wahrscheinlich hat jeder mit sich zu tun. Naja, ich werde Mittwoch da mal auftauchen, es werden ja meine letzten festen Termine sein, dann werde ich noch ein paar Wochen von meiner Frau ersetzt. So jezte werde ich wieder mit Merle spielen und meine anderen Projekte angehen, ich wuensch euch ne schoene Woche! Lg, Jan

27.9.16 10:38

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